Montag, 5. Januar 2015

Flüchtlinge in Tirol und ihre Ablehnung, Beispiel Weerberg



„Oh nein, oh nein, das kann nicht sein, ihr kommt nicht rein …“
Eine Headline in der Tageszeitung vom 5.1.2014, der Tag an dem die Sternsinger hierzulande als fremde Könige verkleidet von Haus zu Haus gehen – ja, ein Schwarzer ist auch dabei! – lautet: „90 Asylwerber für Weerberg erzürnen die Bevölkerung“. Bei einer Gemeindeversammlung hätten sich die Anwesenden gegen den Plan von Landesrätin Christine Baur ausgesprochen, in dem ehemaligen Hotel eine größere Zahl von Flüchtlingen unterzubringen. In der Gemeinde gäbe es eine „Antipathie“ gegen die Asylwerber. Offensichtlich haben Tiroler FP-Mandatare die Chance in Weerberg genützt, um von außen Stimmung gegen die Flüchtlinge zu machen. LAbg. Edi Rieger und LAbg Hildegard Schwaiger hatten bereits in den Monaten davor mit unseriösen Behauptungen Stimmungen geschürt. Es gäbe, so die beiden in einer Aussendung, in Tirol ohnehin genügend Plätze für Flüchtlinge, wenn die hohe Zahl von „kriminellen Asylwerbern, Wirtschaftsflüchtlingen und Scheinasylanten“ abgeschoben würde.
Im Weltteil derselben Zeitung stehen dann wieder jene Berichte von Flüchtlingstragödien auf dem Mittelmeer und von 5000 Flüchtlingen, die allein am Brenner im vergangenen Jahr zurückgeschickt worden sind. Derzeit würden rund 100 Flüchtlinge täglich in Österreich um Asyl ansuchen. Das geplante Flüchtlingsheim am Weerberg wäre zu klein für die Tagesgröße! In den letzten Wochen mussten in Österreich beispielsweise Turnsäle für Flüchtlingsunterkünfte verwendet werden.
Es ist zu hoffen, dass die Bevölkerung von Weerberg mehr auf die Worte und Taten von Papst Franziskus hört als auf die asylwerberfeindlichen Untertöne. Einen Tag zuvor hatte der Papst mit der Ernennung von "Migrantenbischof" Francesco Montenegro zum neuen Kardinal ein weiteres deutliches Zeichen gesetzt, wo die Prioritäten der Kirche heute liegen. So wie Bischof Montenegro sich auf Lampedusa für die Flüchtlinge einsetzte, so soll Kirche sein! Es gilt auch für die Kirche von Weerberg.

Dr. Klaus Heidegger, klaus.heidegger@aon.at , 6067 Absam, Bachgasse 10, 5.1.2015

Freitag, 2. Januar 2015

Der gewalttätige Mose und sein rachsüchtiger Gott: Exodus: Von Göttern und Königen - die Hollywood-Interpretation



Mose als Vorbild für Batman und Co oder:
Exodus im Stil von Hollywood –
Theologische und friedenspolitische Reflexionen zum Film
„Exodus: Von Göttern und Königen“
von Klaus Heidegger

Nach den Weihnachtsferien werde ich bestimmt von etlichen meiner Schüler und Schülerinnen gefragt werden: „Herr Professor, haben Sie auch den Film gesehen …?“ „Was halten Sie davon …?“ „Steht es wirklich so in der Bibel …?“ „Können wir wirklich an einen solchen Gott glauben…?“ Als Religionslehrer freue ich mich über solche Fragen, öffnen sie doch eine Tür, um mit Jugendlichen Gespräche über eines der zentralsten religiösen Ereignisse zu führen, um die Qualität biblischer Dichtungen zu erörtern und vor allem um die Frage nach Gott und des Umgangs mit der Gewalt. Ich habe solchen Fragen vorgesorgt: Den Film – ein Weihnachtsgeschenk – habe ich gesehen und entsprechend schriftlich aufgearbeitet. Die nächsten Religionsstunden können kommen.

Gewalt-Orgien in 3D
Regisseur Ridley Scott und sein Team konnten in ihrer Exodus-Verfilmung ein Sammelsurium von Gewaltphantasien in dreidimensionaler Qualität verwirklichen. Von bluttriefenden Schlachten, permanenten Erhängungen hebräischer Sklavenfamilien, Schwertern, die sich durch blutspritzende Leiber bohren, Krokodilen, die Menschen verschlingen und dabei den Nil rot vom Blut werden lassen, bis zu einer Monsterwelle, die das Heer des Pharao zermalmt. Wie verhält sich dieser Film zur biblischen Vorlage im 2. Buch Mose?

Gewaltvoyeurismus statt Aufdecken von Gewalt
Tatsächlich versuchen die biblischen Schriften stets, die Gewaltstrukturen aufzudecken und zu kritisieren und zugleich Wege aus den Gewaltdynamiken zu finden. In drastischer Sprache stellt die Bibel dar, was Menschen an Grausamkeiten im Umgang miteinander und gegeneinander zustande bringen. Ein erster Schritt zur Aufdeckung von Gewalt besteht darin, sie nicht zu leugnen. Biblische Texte halten uns einen Spiegel vor, wie gewalttätig wir Menschen sein können, wie gewalttätige Aktionen entstehen, wie sie verlaufen und wie sie ausgehen. Biblische Erzählungen wie jene vom Exodus decken Gewalt und Gewaltstrukturen tiefgründig auf.
Im jüngsten Film aus den US-amerikanischen Studios geschieht jedoch das Gegenteil: Gewalt an sich wird nicht problematisiert, sondern letztlich als Mittel der Befreiung legitimiert. Die szenischen Darstellungen erstochener, erschlagener, zerbissener, ertränkter Menschen können einem Gewalt-Voyeurismus huldigen, nicht jedoch abschreckend oder aufklärend wirken.
Die Darstellung des Pharao-Systems in Scotts Exodus-Verfilmung kann noch in einer gewissen Weise als stimmig mit der biblischen und historischen Vorlage gewertet werden. Das Volk der Hebräer und Hebräerinnen rief ihren Gott um Hilfe an angesichts der Unterdrückung. Inmitten des ägyptischen Reiches wurden sie zu Sklaven und Sklavinnen, zu Sündenböcken, zu Opfern einer rassistischen Gewaltpolitik. Das Herrschaftssystem der Ramses-Dynastie, dessen Gewalt durch Monsterbauten versinnbildlicht wurde, verlangte nach Opfern. Ausbeutung von Arbeitskräften, politische Unterdrückung, Rassismus, Sündenbockstrukturen, Anwendung von Gewalt gegenüber den Schwachen – es sind Mechanismen, die nach 3200 Jahren auch heute noch an vielen Orten und in vielen Ländern dieser Welt vorherrschen.

Mimesis – vom blutigen Streit zwischen „Brüdern“
Schon die Filmplakate zeigen die Grundstruktur des Filmes. Sie durchzieht sich als typischer Mimesis-Konflikt im Streit zweier völlig ungleicher Brüder. Der Pharao-Nachfolger und leibliche Sohn von Ramses auf der einen Seite. Neidisch blickt er auf die Erfolge von Mose. Immer wieder betont er, dass er von seinem Vater nicht geliebt worden sei. Als neuer Pharao beginnt sein Versuch, Mose zu eliminieren. Der heldenhaft Gute gegen den grausamen Despoten: Das ist Hollywood-Kino. Das ist nicht Bibel. Was gut und was böse ist, lässt sich so leicht unterscheiden wie die US-amerikanische Dichotomie von den der guten Supermacht USA einerseits und den Schurkenstaaten andererseits.

Der gewaltfreie Faden des Exodus
Ridley Scott beginnt seine Mose-Verfilmung allerdings nicht, wie etwa der geniale Zeichentrickfilm „The Prince of Egypt“, mit der Geburt des Mose und seiner Rettung durch mutige Frauen. In der Bibel beginnt in dieser Phase bereits die gewaltfreie Grammatik eines Gottes, den das Volk der Israeliten und Israelitinnen in ihrer Exodus-Erfahrung mehr und mehr kennen lernen darf. Scott will in seinem Film diesen gewaltfrei-widerständischen Faden gar nicht aufgreifen, weil er so gar nicht zu seinem Gewalt-Mose und dessen Gewalt-Gott passt.
Dann nämlich hätte er mit den zwei in der Bibel namentlich genannten Hebammen beginnen müssen. Von Schiphra und Pua heißt es zu Beginn der Exodus-Geschichte ganz in der Tradition des gewaltfreien Widerstands und der Methode der Nonkooperation bzw. der Verweigerung von ungerechten Befehlen: „Aber die beiden Hebammen verehrten Gott und taten nicht das, was der ägyptische König ihnen gesagt hatte.“ (Ex 1,17) Es sind kluge, schlagfertige und listige Frauen. Und weil sie so sind, heißt es schließlich: „Deshalb ließ Gott es den Hebammen gut gehen.“ Dieser Widerstand setzt sich fort in der Mutter des Mose, die ihren Neugeborenen drei Monate versteckt hielt, um ihn nicht den ägyptischen Soldaten auszuliefern, die ihn hätten töten müssen. Ihre Tochter Mirjam hilft ihr beim Plan, Mose zu retten. Als fünfte Frau, die am Beginn dieser Rettungskette steht, tritt schließlich die Pharaonentochter auf. Sie findet den hebräischen Jungen im Binsenkorb. Sie wird von Mirjam geschickt „hintergangen“, damit Klein-Mose von seiner Mutter gestillt werden kann. Frauen übernehmen über alle ethnischen und sozialen Grenzen hinweg ihren Platz im Befreiungswerk ein.
Mirjam, die Schwester des Mose, spielt in der biblischen Geschichte vom Exodus weiterhin eine zentrale Rolle. Mit Mose und Aaron zählt sie zu den drei großen Befreiungsgestalten, die Israel aus der ägyptischen Unterdrückung herausgeführt haben. Mirjam hat auch die Courage dann Kritik zu üben, als Mose zu autoritär auftritt. Im Buch Numeri wird sie wie folgt zitiert: „Hat Jahwe etwa nur mit Mose geredet? Hat er nicht auch mit uns gesprochen?“ (Num 12,2) Im Scott-Exodus hat Mirjam diese Rolle nicht. Sie erscheint vielmehr als Frau, die den Schutz des Mose braucht, übernimmt aber nicht die Rolle einer Frau, die die Pauke in die Hand nimmt und dem Volk voranzieht (Ex 15,20b.21).
Mose wiederum wird als junger Mann schmerzlich damit konfrontiert, dass seine Gewaltanwendung gegenüber einem ägyptischen Aufseher, der einen hebräischen Sklaven schlägt, der verkehrte Weg ist. Er muss fliehen. Der in Ägypten Fremde kommt nochmals in die Fremde des Landes Midian, wird vom Priester einer fremden Religion aufgenommen, heiratet eine Fremde, und in all dem findet am Berg Horeb die so eindrucksvolle Gottesbegegnung beim brennenden Dornbusch statt. Nie und nimmer jedenfalls ergreift in all diesen Kapiteln im Buch Exodus Mose ein Schwert – wie im Film – oder Pfeil und Bogen – wie im Film, im Gegenteil. Nach seiner Berufung beim Berg Horeb beginnt Mose gemeinsam mit seinem Bruder Aaron in Verhandlungen mit dem ägyptischen König einzutreten. (Ex 5,1.3) Friedensverhandlungen würden wir es heute im Politjargon nennen. Gott hat dem Mose nicht zugesichert, ihm Legionen zu schicken, mit denen er gegen das ägyptische Heer hätte kämpfen können. Ohne Waffen schickt Gott Mose zum Pharao, einzig mit der Zusicherung des Gottesnamens: „Ich bin da, weil ich da bin!“ (Ex 3,14) und den Worten: „Ich stehe dir zur Seite!“ (Ex 3,12)
Bewusst reflektiert muss freilich die Tatsache sein, dass in der biblischen Vorlage Jahwe selbst als Kriegsherr auftritt, der die ägyptischen Feinde grausam niederschlägt.
Jedes Mal zucke ich in der Osternacht zusammen, wenn der Text gelesen wird, dass Gott die pharaonische Streitmacht im Schilfmeer ersaufen lässt. Eine einfache Übersetzungserklärung lautet jedoch so: Ursprünglich hieß es im Mirjamlied: „Singt Jahwe, hocherhaben ist er, Ross und Wagen warf er ins Meer.“ Später jedoch wurde aus „Wagen“ „Reiter“ und damit gehen nicht mehr die kriegerischen Geräte im Schilfmeer unter, sondern Menschen ertrinken. Dies ist aus dem Hebräischen leicht zu erklären, da die hebräischen Wort Reiter und Wagen die gleichen Konsonanten haben, also lediglich ein Vokal Differenz besteht, Vokale wiederum aber nicht geschrieben wurden. Im gewaltfreien Diskurs macht dieser Unterschied jedoch sehr viel aus. So lässt Gott nicht mehr Menschen ertrinken, sondern es bleibt – bildlich gesprochen – die kriegerische Streitmacht im Sumpf stecken. Die kriegerischen Mittel taugen nichts mehr, und so gelingt Befreiung. Nicht durch einen Kampf, sondern indem sich die militärischen Mittel selbst ad absurdum führen. Es sterben nicht Menschen, nicht die Ägypter, sondern das Ägypten der Unterdrückung geht unter! Die Bibel unterscheidet klar zwischen Opfern und Tätern. Erstere werden gerettet! Das ist die gefährliche Erinnerung für die gewalttätigen Herrschenden aller Zeiten. Daher erinnert das Mirjamlied des Exodus an das Magnifikat der Mirjam von Nazareth im Lukasevangelium: „Sie hat Mächtigen von ihren Thronen gestürzt und erhebt die Niedrigen….“ (Lk 1,52)
Dieses Befreiungserlebnis muss immer wieder rückgebunden werden an den Anfang der Exodus-Geschichte, in dem letztlich von einem Genozid die Rede ist, der am hebräischen Volk verübt wird, ähnlich wie heute Jesiden und Christen im Norden des Irak und Syriens von den Terrormilizen des Islamischen Staates massakriert werden. Die Rede ist von Zwangsversklavungen – und wieder gibt es dazu eine Parallele in den Nahen Osten, wo Mädchen und Frauen von islamistischen Terrorgruppen als Sexsklavinnen missbraucht werden.
Der zivilisatorische Fortschritt und Glaubenszuwachs besteht jedoch im Buch Exodus darin, dass nicht mehr die Menschen legitimiert sind, Gewalt anzuwenden, sondern Gewaltanwendung an die Macht Gottes gebunden wird. Dies ist freilich noch nicht jener zärtliche Abba-Gott, von dem dann der neue Mose, Jesus Christus, erzählen wird. Im Buch Exodus geschieht noch jene Projektion menschlicher Gewalt in das Gottesbild hinein. Der Film trägt keinesfalls dazu bei, diese Projektion aufzudecken. Im Gegenteil. Das Bild eines rachsüchtigen, extrem grausamen Gottes wird verfestigt. Jene, die jetzt schon Schwierigkeiten im Glauben haben, werden sich angewidert von einem solchen Gottesbild vom jüdisch-christlichen Glauben abwenden, wenn sie diese Vorlage als Maßstab nehmen.
Der Exodus im jüdisch-christlichen Kontext ist vor allem ein Symbol des Sieges der Schwachen über die Starken, der Unterdrückten über die Herrschenden, der Kleinen über die Großen. Dieses Leitmotiv geht in den Gewaltorgien der neuesten Exodus-Verfilmung fast gänzlich unter. Die biblische Vorlage zeichnet ein Bild von einem völlig wehrlosen hebräischen Barfußvolk, das einer übermächtigen, bestens gerüsteten Streitmacht gegenübersteht. Es kommt in der Bibel zu keiner Niederlage – auch deswegen nicht, weil es zu keiner Schlacht kommt. Wäre diese Lektion in den vergangen drei Jahrtausenden geschichtsmächtig geworden, so wäre der Menschheit unermesslich viel Leid erspart worden!
Die Wahrheit der biblischen Texte liegt nicht in ihrer Historisierung, dem Versuch, den Exodus historisch zu begreifen und darzustellen, sondern in ihrer theologisch-bedeutsamen Sprache. Damit soll nicht geleugnet werden, dass es das Faktum eines befreienden Eingreifens Gottes in unsere Geschichte – verbunden mit dem Handeln der Menschen – gibt und immer wieder geben wird.

Scott-Mose, der gewaltbereite General
Die Produktion aus dem Haus von 20th Century Fox bringt eine Exodus-Interpretation, die in den entscheidendsten Punkten, vor allem der Frage der Gewalt, den theologischen Anliegen des Exodus-Motivs im Judentum-Christentum widerspricht.
Im Film wird Mose immer wieder als „General“ bezeichnet. Er wird als unerschrockener Krieger im Dienst der Eroberungsfeldzüge des Pharaos charakterisiert, jemand, der kaltblütig Widersacher ersticht, und später dann aus den Männern seines Volkes eine Art Guerilla-Armee bildet, die der Übermacht der ägyptischen Streitmacht mit Gegengewalt begegnen wollen. Während der biblische Mose von Jahwe-Gott einen wundersamen Stock erhält, klammert sich Christian Bale alias Mose an sein goldenes Schwert mit funkelnder Klinge, das sich eignet, um Leiber aufzuschlitzen.

Exodus im Mainstream US-amerikanischer Politik
Es ist kein Zufall, dass der Mose-Darsteller Christian Bale zugleich Batman-Darsteller war. Die Gewaltlogik von Batman entspricht der Gewaltlogik der Interpretation von Mose von Ridley Scott. So wie Batman die Verbrecher unermüdlich verfolgt, tritt Mose in die Heroen-Rolle. „Exodus: Von Göttern und Königen“ reiht sich somit ein in die US-Filmindustrie, passt zum Genre der Gewaltspektakel der „Die Hard“-Trilogie über „Universal Soldier“ bis zu Terminator. Die Heroen werden stets – wie der Mose im Scott-Exodus – mit viel körperbetontem Schweiß und Blut in die Szenen geschickt.
Der Umgang mit der biblischen Vorlage ist horrend. Dort, wo sie dem Gewaltmuster entspricht, wird die Bibel als Drehbuch in fundamentalistischer Manier missverstanden, so als gäbe es nicht eine jahrzehntealte historisch-kritische Exegese. Sämtliche archetypischen Bilder werden wortwörtlich genommen. Man konstruiert seltsame Geschichten, um beispielsweise das Rotwerden des Nils zu erklären – Krokodile fressen zuhauf Menschen auf. Gegen Ende des Filmes sitzt Mose auf einem Berg und ritzt mit einem Meißel den Gesetzestext in Steintafeln. Dies erinnert mehr an die satirische Darstellung im Stil von „Das Leben des Brian“, als an eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Fakt, dass der Dekalog für das Volk der Israeliten und Israelitinnen „in Stein gemeißelt“ ist.
Die politisch Mächtigen genauso wie alle gewaltsamen Befreiungsbewegungen können sich nun in ihren Gewalt-Denkmustern religiös bestätigt fühlen. Die Feinde müssen vernichtet werden – so die Devise des Islamischen Staates und Köpfe werden abgeschlagen. Die Feinde vernichten, und wieder geht irgendwo eine Bombe los und zerfetzt Menschen, die als Feinde oder als Freunde der Feinde betrachtet werden. Die ägyptischen Streitwagen sind heute die Drohnen, die ihre Bomben über afghanischen Dörfen abwerfen, die Schwerter von damals sind heute Waffen mit ihrer Potentialität zum Overkill, der die Schlachten von Scotts Exodus alt aussehen lässt. Die Filmsprache Hollywoods, so scheint es, kann sich selbst bei biblischen Stoffen nicht von einer Gewaltfixierung lösen. Gewalt aber – so die Warnung – entsteht vielfach im Kopf.
Auch Gewaltfreiheit kann im Kopf beginnen. Insofern gilt auch die Hoffnung, dass eine kritische Sichtweise des Exodus, eine Interpretation wie sie im Laufe der Jahrhunderte in jüdisch-christlichem Denken immer wieder geschah, dazu beitragen kann, dass die Unterdrückten und Geschundenen dieser Welt heute gewaltfreie Exodus-Erfahrungen machen werden. Wie dies funktioniert, haben Befreiungsbewegungen immer wieder vorgelebt: Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung war gewaltfrei erfolgreich mit ihrem „Let my people go …“ – auch wenn das Land Kanaan in vieler Hinsicht noch nicht erreicht ist. Nelson Mandela war jener Mose, der dem südafrikanischen Volk Hoffnung und Orientierung gab und die Apartheid zum Einsturz brachte. klaus.heidegger@aon.at, 2.1.2015

Dienstag, 30. Dezember 2014

Entdeckung der Unendlichkeit - The Theory of Everything



Postmoderne Gottesfrage im Biopic über Stephen Hawking –
Theologische Reflexionen zum Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“
von Klaus Heidegger

Unendlichkeit und Ewigkeit: physikalisch-religiöse Grammatik
Der deutsche Filmtitel „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ lässt schon erahnen, dass es in der Verfilmung von Stephen Hawkings Leben wesentlich um Schlüsselfragen der Theologie und Philosophie geht. In diesen Disziplinen sind „Unendlichkeit“ bzw. das auf die Zeit bezogene Synonym „Ewigkeit“ Attribute Gottes.
Tatsächlich sind auf sehr einfache und liebevolle Art im Filmskript in die Liebesgeschichte zwischen Stephen Hawking und seiner Frau Jane Wilde theologisch-philosophische Dialoge verwoben. Während der Physiker Hawking zunächst für den naturwissenschaftlichen Zugang zur Frage der Entstehung des Universums steht und er sich seiner Geliebten als Atheist outet, verkörpert seine Frau den geisteswissenschaftlichen Zugang mit Kirchenbindung und Glaube an die Religion. „Ich bin eine CE“, stellt sich Jane am Anfang des Filmes vor. „CE“, so klärt sie auf, steht für Church of England. So kann auch ein erstes Rendezvous zwischen den frisch Verliebten nicht stattfinden, weil Jane sonntags die Kirche besucht. In der Filmsprache spielt der Kirchenraum ein Kontinuum, in den sich selbst der sich zunächst als Atheist deklarierte Physiker Hawking begibt.

Stereotype Geschlechter-Rollenzuweisung
Die Genderfrage – die Rollenzuschreibung für den Mann als erfolgreichen Wissenschaftler, der Erklärungen auf intellektueller Ebene sucht und findet, und die Frau als musisch begabte, pflegende und sich aufopfernde Mutter und Hausfrau – ist sicherlich nicht unproblematisch, wenn sie nicht bewusst reflektiert wird. Die Geschichte von männlicher Geistesgröße und weiblicher Aufopferung kann und darf nicht gesehen werden als Relegitimation jahrhundertealter weiblicher Diskriminierung.

Gott nicht als Lückenbüßer-Gott
In den 123-Filmminuten wird vor allem deutlich, wie die Gottesfrage gelöst wird. Hawking macht im Film zumindest zwei U-Turns: von einer pragmatisch gewählten Distanzierung von Gott, der nicht länger als Lückenbüßer für fehlende naturwissenschaftliche Erkenntnisse über die Erschaffung des Universums verwendet werden darf, bis zum Bekenntnis, dass in einer anderen Dimension es doch so etwas wie Göttliches geben könne.
Gott habe, so eine erste Antwort aus der Sicht der Physik, ausgedient als letzter Grund für die Entstehung des Universums. Gott tritt aus seiner Verursacherrolle für all das, was am Beginn der Zeiten entstanden ist. In diesem Sinne – und nur in diesem Sinne – bleibt Hawking Atheist. Für ihn ist die Welt Produkt physikalischer Gesetzmäßigkeiten. Es braucht keine göttlichen Kräfte um zu erklären, wie alles entstanden ist. Hier geht Hawking über seinen großen Mentor Isaac Newton hinaus. Am Anfang – zeitlich gesehen was die Entstehung des Universums vor 13,8 Milliarden Jahren betrifft – standen also nicht ein Schöpfergott, sondern physikalische Grundgegebenheiten. Weil es physikalische Gesetzmäßigkeiten wie die Gravitationskraft gibt, kann sich die Welt selbst aus dem Nichts erschaffen.

Gott im zeit-räumlichen Kontinuum
Nach dieser Dekonstruktion fundamentalistisch-religiöser Sichtweisen – wie sie vor  allem im Kreationismus und seinem Einfluss auf das kollektive Bewusstsein zu finden sind – zeigt uns Regisseur James Warsh in eindrucksvollen Bildern und pointierten Dialogen zwischen Stephen und Jane, wo und wie Gott im Zeit-Raum des Universums zu finden ist. Gott steht nicht mehr als Schöpfer, der den Big Bang ausgelöst hat, sondern als jene Kraft und Energie, die in Zeit und Raum hineinwirkt. Schöpfung ist nicht mehr AM Anfang, im Sinne einer Zeitstrecke, sondern stets IM Anfang, also im Sinne einer creatio continua, einer fortdauernden Neuschöpfung. Schöpfung findet je neu im mathematischen Unendlichkeitszeichen statt, das letztlich keinen Anfang und kein Ende kennt, und doch kann jeder Punkt in diesem Zeichen Anfang und Ende sein. Wunderschön versinnbildlicht wird dies im Film, als Stephen und Jane über den ersten Vers des biblischen Schöpfungsberichtes reden „im Anfang erschuf Gott …“. In ihrer beginnenden Liebesbeziehung liegt jene Neuschöpfung und letztlich die zeitlich-räumliche – ständig sich wiederholende – göttliche Schöpferkraft. So wird auch die Qualität biblischer Schöpfungsberichte nicht fundamentalistisch missverstanden, sondern in ihrer bleibenden Wahrheit begriffen. Die Bibel kann nicht wie ein Physikbuch gelesen werden, obwohl in ihr viel Physik enthalten ist und die Aussagen nicht im Widerspruch zur Physik stehen. Die Bibel will ja nicht erklären, woher die Sonne ihre Energie bezieht, sondern wie ist das Verhältnis der Menschen zur Umwelt, zur Mitwelt und zu Gott. So zeigen uns die Schöpfungsberichte nicht, wie die Welt entstanden ist, sondern warum es sich lohnt, die göttlichen Werke zu achten und zu bewahren, ohne ihnen aber Verehrung entgegen zu bringen, da sie doch nur Geschaffenes sind.

Die Erfahrbarkeit Gottes
In der Verbindung von Stephen und Jane, zumindest in der Art und Weise wie dies auf sentimentale und sicherlich mit vielen Klischees gefüllt im Film geschieht, wird eine Dualität aufgehoben, die Naturwissenschaften (science) und Geisteswissenschaften (arts) voneinander trennt. Empirische Erfahrungen von Göttlichem werden Realität. In diesem Sinn ist „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ ein zutiefst weihnachtlicher Film. Die Größe Gottes besteht nicht in seiner allmächtigen Art, am Anfang der Zeiten alles geschaffen zu haben, sondern stets neu und oftmals auf ganz überraschende Weise ihre Wirkkraft zu zeigen. Inkarnation – Gott wird Mensch, das ist das Wunder von Weihnachten, in Jesus von Nazareth spürbar geworden, doch nicht nur im Leben dieses Menschen. In dieser Dimension des Denkens wird „überprüfbar“, ob und wie es Gott gibt, und damit kann Gott vor dem naturwissenschaftliche Axiom standhalten, dass nur jenes Wissen gültig ist, das auch überprüft, beobachtet, gemessen bzw. quantifziert werden kann. Vernunft, die schon der Apostel Paulus in seinen Briefen mit Blick auf die Begründung des Glaubens an Jesus Christus einforderte, steht nicht im Widerspruch zum Glauben. Es heißt nun: Ich glaube, weil ich erkenne, weil ich erfahre, weil Erfahrungen verifizierbar sind. Und nochmals soll aber festgehalten werden: Gott wird nicht dort gesucht, wo das Universum begann, weil es auch logisch nicht sein kann, in der Unendlichkeit und Ewigkeit einen Anfang festzumachen. Gott freilich wird damit nur in einem Hegelschen Sinne aufgehoben. Gott ist aufgehoben in die menschlich-historische Erfahrbarkeit, zugleich aber wird Gott immer das je Größere und Unfassbare bleiben.

Personalität Gottes
Wenn Hawking allerdings glaubt, damit würde sich das Theorem von der Personalität Gottes nicht mehr rechtfertigen lassen, so stimmt dies nicht überein mit jener göttlichen Dimensionalität, die im Film veranschaulicht wird. Personalität wird philosophisch-theologisch definiert als Einheit von Körper-Seele-Geist. Gott ist nicht nur Geist, ist nicht nur Seele, ist nicht nur Körper. Gott wird personal erfahrbar als Körper-Seele-Geist. Menschliche Zuwendung, die sich als roter göttlicher Faden durch den Film zieht, braucht stets alle drei personalen „Bestandteile“, die stets in einer Interaktion und Interdependenz zueinander stehen.

Göttliche Gleichung: Liebe ist Gott, Gott ist Liebe
Hawking sucht unerbittlich nach der Formel, mit der alle Rätsel des Universums gelöst werden können, nach einer Gleichung, der „Theory of Everything“ – so der englische Filmtitel. Im Laufe des Filmes wird deutlich, dass die Gleichung auf einer anderen Ebene gefunden wird. Die biblisch-religiöse Gleichung für alles lautet letztlich: Gott ist Liebe. „Die Liebe“, heißt es im 1. Korintherbrief in der Bibel, „erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.“ Jane hat diese Gleichung gefunden – gerade auch im entscheidenden Moment, als die Frage im Raum stand, nach einem Luftröhrenschnitt ihren Mann vom Leiden zu erlösen, wie es der Arzt ihr nahe legte.

Implizite Kritik gegenüber „aktiver Sterbehilfe“
In dieser Szene deutet der Film jenen Umgang mit schwerer Krankheit an, der dem beständigen Ruf nach einer Lockerung der Regelungen für „Sterbehilfe“ diametral entgegen steht. In dieser Frage bräuchte es Tausende von Janes, die nicht sofort nach Beendigung des Lebens bei schwerer unheilbarer Krankheit rufen, sondern mit ihrer Geduld und Liebe unheilbar Kranke begleiten. Im Film wird ein Bild von Stephen Hawking „gemalt“, das dem vorschnellen Ruf nach dem, was in der veröffentlichten Meinung unter dem Thema „Sterbehilfe“ diskutiert wird, widerspricht. Genau genommen würde die im Film dargestellte Szene als passive Sterbehilfe auch in Österreich gesetzlich möglich sein.

Menschliche Zuwendungen sind Annäherung an Gott
Eine Szene gegen Ende des Filmes soll hier noch besondere Erwähnung finden. Stephen Hawking spricht mittels Sprachcomputer vor einem vollen Auditorium. Souverän und auf witzige Art beantwortet er die Fragen aus dem Publikum. Da stellt ein Herr die Frage nach Gott. Stephen Hawking überlegt diesmal sehr lange. In der ersten Reihe vor sich im Publikum sieht er, wie einer jungen Frau eine rote Füllfeder zu Boden fällt. In seiner Phantasie steht er nun vom Rollstuhl auf, geht die Treppen des Podiums hinunter, bückt sich vor der Frau und gibt ihr die Füllfeder. Erst nach dieser Phantasiereise beginnt Hawking dann auf die Frage nach Gott einzusteigen. In seiner Phantasie wurde sie beantwortet. Das ist Filmkunst. Bilder, die mehr sagen als viele Worte.

Samstag, 22. November 2014

Christkönigssonntag und Interstellar



Interstellar, Christkönigssonntag und die Herrschaft des Neuen, oder: Lemminge auf vier Rädern
Christkönigssonntag 2014: Benzin- und Dieseljunkies hinterlassen ihre Spuren der Zerstörung. Für kurze Zeit entfliehe ich in die Höhe hinauf zur Hinterhornalm. In der Inntalfurche liegt in diesen Novembertagen die bekannte Smogdecke. Tausende leben in dem Giftcocktail aus den Auspuffen – Stickoxide, Blei und andere Staube fressen sich in den Lungen fest, schwächen vor allem Kinder und alte Menschen. Lärm macht die Menschen krank. Doch die Show must go on. Auch an diesem Wochenende stauen sich autofahrende Sportler, um im Ziller-, Stubai-, Ötz-, Pitz- oder Kaunertal auf die Gletscher zu kommen. Die Parkplätze vor den Einkaufszentren sind voll. Der Himmel ist durchfurcht von Flugzeugen. Kerosin verbrennt tonnenweise. Die herrschende Wirtschaft boomt. Die Ölkonzerne streifen ihre Gewinne ein. Letzte Ölressourcen werden angezapft. Einige tausend Kilometer südlich: Der spanische Erdölkonzern Repsol ignoriert alle Gefahren und beginnt mit den Offshore-Bohrungen vor den Kanarischen Inseln. Einsam ist ein Greenpeace-Boot zwischen den Riesenschiffen von Rapsol. Es wurde gekentert. Wer denkt schon an die verletzten Greenpeace-Aktivisten, wenn er oder sie den Zündschlüssel dreht oder sein High-Tech-„Schlüssel“ in High-Tech-Armaturenbrett steckt, an die Gefährdung der Arktis durch neue Ölbohrungen. Die Intelligenz vieler Autofahrer reicht eben nicht bis zum Klimakollaps und jeder und jede hat zig Ausreden parat, warum er oder sie unbedingt mit dem Auto fahren muss. Die Tausenden Gründe, doch auf eine Autofahrt zu verzichten, werden verdrängt. In den Händen der Ölindustrie stirbt unser Planet – und die Masse der Menschen gleicht dem Zug der Lemminge in den Abgrund.
Die Christen feiern das Ende des Kirchenjahres und damit Christkönigssonntag. Der Kern dieses Festes: Jesus Christus wird diese Welt und mit ihr die Menschheit retten. Wie hohl ist doch dieser Glaube geworden! Die kollektiven Massen glauben – sofern ein Glaube überhaupt reflektiert wird – mehr an die Zerstörung dieses Planeten.
Der neue Blockbuster „Interstellar“ beginnt mit den Sätzen: „Wir sind besorgt über unseren Planeten. Nichts in unserem Sonnensystem kann uns noch retten!“ Coop, der heroische Raumfahrer, bringt die No-future-Stimmung wie folgt auf den Punkt: „Es ist nicht unser Schicksal, die Welt zu retten, sondern sie zu verlassen.“ Der Defätismus vieler Zeitgenossen angesichts von Klimaveränderung und ökologischen Katstrophen ist der geistige Hintergrund dieses Filmes. Die planetare Katastrophe, so die Analyse zu Beginn dies Filmopus, werde verursacht durch 6 Milliarden Menschen, von denen jeder nur an sich denke. Christopher Nolan sieht den Retter des zerstörten Planeten Erde nicht in einem Christus, sondern in Gestalt des Raumfahrers Cooper, der durch ein Wurmloch schießt, um dort einen Planeten zu finden, der als Ersatz für die verlorene Erde dienen kann. Es versteht sich von selbst, dass diese Mission verknüpft ist mit dem US-amerikanischen Weltrettungspathos.
Interstellar hat aber – wenn die äußere Rahmenhandlung von Weltraumfahrten, Schwarzen Löchern und negativer Energie weggelassen wird – in der Tiefe eine bleibende Kernbotschaft, die doch zum Christkönigsfest passt. Es ist letztlich die väterliche Liebe von Cooper zu seiner Tochter, in der das ganze Erlösungspotenzial steckt. Letztlich will Regisseur Christopher Nolan die Kinobesucher mit einer großen Portion Hoffnung entlassen: Menschliche Liebe und Beziehungsfähigkeit sind stets stärker als die Monströsitäten dieser Welt. Anders als in Interstellar wird die Wiederkunft Christi jedoch nicht verlagert in eine ferne Zukunft auf einen fernen Planeten. Das Weltgericht, das Matthäus im 25. Kapitel seines Evangeliums beschreibt, ist ein Gericht, das im Hier und Jetzt stattfindet. Es ist eben nicht egal, wie ein Mensch handelt. Wichtigster Maßstab ist dabei – so das Evangelium – die Sorge um jene, die in Not sind als Arme, Kranke, Obdachlose oder Hungrige. Nie geht es um eine Flucht aus dieser Welt, sondern um jenen Himmel, der hier auf Erden stets Gestalt annehmen will. Das Wurmloch, das es dabei zu überwinden gilt, ist der eigene Egoismus und die Angst, selbst zu kurz zu kommen. Da müssen wir durch, um die Freiheit des Evangeliums zu entdecken, die stets eine Freiheit für andere ist. Wir brauchen dazu keine Raumanzüge und keine Raumschiffe. Und noch ein skandalöser Unterschied besteht: Die Krone des Christkönigs ist kein Raumfahrerhelm, sondern es bleibt die paradoxe Dornenkrone eines Mannes, der gerade durch seine Ohnmacht die Mächtigen dieser Welt entmachtet hat.
Advent steht vor der Tür. Vielleicht doch ein Neubeginn? Die Katholische Jugend Oberösterreich propagiert an diesem Wochenende unter dem Motto "Wir FAIRdrehen die Welt!" eine andere Haltung. Sie entspricht dem Evangelium vom Christkönigssonntag. Diese unsere Welt lässt sich jetzt schon fair-ändern, dass sie mehr und mehr ein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens wird, ein Ort, in der ein gutes Leben für alle möglich sein wird. Für unsere Erde gibt es eben keinen Planeten B.
Klaus Heidegger, 22. Nov. 2014